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Ringelröteln in der Schwangerschaft

Was sind Ringelröteln?

Ringelröteln sind eine Kinderkrankheit, die durch den Parvovirus B19 verursacht wird. Die Ansteckung erfolgt durch die sogenannte Tröpfcheninfektion, das heißt über Nasen- und Rachensekret, und verursacht typischerweise leichtes Fieber sowie eine schmetterlingsförmige Rötung im Gesicht. Die Erkrankung heilt nach ungefähr einer Woche ohne Therapie ab. Etwa die Hälfte aller Erwachsenen hatte diese Infektion bereits im Kindesalter und ist durch die entstandenen Antikörper vor einer erneuten Erkrankung geschützt.

Was passiert, wenn ich mich während der Schwangerschaft infiziere?

Bei einer Erkrankung in der Schwangerschaft werden regelmäßige Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, um eine mogliche Infektion des Kindes frühzeitig feststellen zu können. Sollte es einen Hinweis darauf geben, dass das Kind infiziert wurde, wird es noch im Mutterleib mit guter Erfolgsprognose behandelt.

Wie können Parvoviren mein Kind gefährden?

Wie bei vielen Kinderkrankheiten besteht eine Gefahr für das Kind nur, wenn die Mutter sich während der Schwangerschaft zum ersten Mal infiziert. In diesem Fall kann das Parvovirus B19 über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden. Bei Erwachsenen verläuft die Infektion nahezu ohne Symptome und wird daher häufig nicht bemerkt. Umso schwerer verlauft die Infektion des ungeborenen Kindes, sie kann zu Blutarmut, Sauerstoffmangel und Wasseransammlungen im Bereich der Lunge und des Herzens führen. Ohne eine entsprechende Behandlung verstirbt ein Großteil der erkrankten Kinder, die diese Symptome aufweisen.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Eine Gefahr besteht nur dann, wenn die werdende Mutter noch keine Parvovirusinfektion hatte und somit nicht durch Antikörper geschützt ist. Daher sollte vor oder zu Beginn der Schwangerschaft der Immunstatus überprüft werden. Dies erfolgt durch eine einfache Blutuntersuchung. Besteht kein Schutz, sollten Infektionsherde wie Kindergarten gemieden und regelmäßige Kontrolluntersuchung durchgeführt werden. Eine Impfung gegen das Parvovirus B19 ist nicht möglich.

Wer trägt die Untersuchungskosten?

Die Kosten für diese Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
Sie sind von den werdenden Eltern selber zu tragen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind alles Gute!

—– Link zum Flyer