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Varizella-Zoster-Virus in der Schwangerschaft

Was ist das Varizella-Zoster-Virus?

Das Varizella-Zoster-Virus gehört zu der Gruppe der Herpesviren und verursacht Windpocken oder Gürtelrose. Es ist als hoch ansteckend einzustufen und wird durch die sogenannte Tröpfcheninfektion, d.h. durch Nasen- und Rachensekret übertragen. Bei den meisten Menschen erfolgt eine Erstinfektion im Kindesalter, die sich als Windpocken und somit durch juckende Hautflecken und Blaschen äußert.
Die Überträger sind ca. 1-2 Tage vor Auftreten des Hautausschlages für rund eine Woche ansteckend. Nach einer überstandenen Erkrankung stellt sich ein Immunschutz gegen die Windpocken ein, jedoch „verharrt“ das Virus lebenslang im Körper und kann in manchen Fällen zu einem spateren Zeitpunkt als Herpes Zoster (Gürtelrose) erneut auftreten.

Kann das Varizella-Zoster-Virus meinem Kind in der Schwangerschaft schaden?

Das Kind kann bei einer Erstinfektion der Mutter in jeder Phase der Schwangerschaft ebenfalls infiziert werden. Zu zwei Zeitpunkten ist eine Infektion besonders gefährlich:
Bis zur 20. Schwangerschaftswoche. In dieser Zeit tritt in seltenen Fällen das konnatale Varizellensyndrom auf, das zu schwerwiegenden Schädigungen und Fehlbildungen des Kindes führen kann.

In der Zeit um den Geburtstermin (etwa fünf Tage vor und zwei Tage nach der Geburt). Eine Infektion in dieser Zeit führt häufig zu sehr schweren Verläufen bei den Neugeborenen, die in bis zu 30 Prozent der FaIle zum Tod des Kindes führen.

Wie kann ich mein Kind schützen?

Jede schwangere Frau sowie alle Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren individuellen Schutz gegen das Varizella-Zoster-Virus überprüfen lassen. Bei nicht schwangeren Frauen, die noch keine Infektion hatten und auch nicht gegen das Virus geimpft sind („seronegativ“), wird vor einer Schwangerschaft die aktive Immunisierung (Impfung) empfohlen. Bereits Schwangere, bei denen ebenfalls keine überstandene Virusinfektion nachgewiesen werden kann, sollten den Kontakt zu erkrankten Personen meiden. Kommt es dennoch zu einem Kontakt sollte man eine passive Immunisierung vornehmen lassen.

Wer trägt die Untersuchungskosten?

Die Kosten für diese Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen.
Sie sind von den werdenden Eltern selber zu tragen.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind alles Gute!

—– Link zum Flyer