DHEAS
Dehydroepiandrosteronsulfat
Präanalytik & Methode
| Material | Serum |
|---|---|
| Menge | 250 µl |
| Methode | CMIA |
| Häufigkeit | täglich, Mo-Fr. |
| Dokument | NR. 2050 - REV. 4 - STAND 03.06.2025 |
Stabilitätshinweis
Postversand möglich; bei 4 °C bis 8 °C 7 Tage stabil
Referenzbereich
| Frauen | 30,35 – 4,3 µg/ml |
|---|---|
| Männer | 0,8 – 5,6 µg/ml |
Indikation
Das Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEA-SO4) ist ein adrenales Steroid. Die Bestimmung der Konzentrationsverhältnisse ist wichtig in der Untersuchung von abnormalem Haarwuchs (Hirsutismus) und Haarausfall (Alopezie) bei Frauen. Es ist ebenso von Bedeutung in der Beurteilung der Adrenarche und einer verzögerten Pubertät. Das DHEA-SO4 wird nahezu ausschließlich in den Nebennieren produziert, obwohl bei Männern geringe Mengen in den Hoden produziert werden. Dies könnte die unterschiedlichen DHEA-S -Konzentrationen im Blut bei Männern und Frauen nach dem 15. Lebensjahr erklären. Im Gegensatz dazu wird DHEA-SO4 niemals, auch nicht in pathologischen Fällen, im Ovar produziert. DHEA-S selbst ist ein schwaches Androgen. Es kann aber in stärker wirkende Androgene, wie z. B. Androstendion und Testosteron umgewandelt werden. Damit kann es auf indirektem Wege Hirsutismus oder Virilisierung verursachen.
Fertilitätsstörung, Hirsutismus, Verdacht auf adrenogenitales Syndrom


